Der Europacup-Abend bot in Europa League und Conference League reichlich Spannung. Neben dem Aus der Rangers erwischte es mit Dynamo Kiew einen weiteren namhaften Klub, während Benfica, Ajax Amsterdam, Beşiktaş, Anderlecht und Braga ihre Aufgaben lösten. Insgesamt standen am Donnerstag 36 Rückspiele in den beiden Bewerben auf dem Programm.
Rangers FC scheitert im Ibrox Stadium
Der Rangers FC konnte die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel gegen Jagiellonia Białystok nicht mehr korrigieren. Lawrence Shankland verwandelte in der 19. Minute nach einem Handspiel von Yuki Kobayashi einen Elfmeter und stellte damit das Gesamtergebnis auf 2:2.
Die Schotten bekamen die Partie allerdings nie vollständig unter Kontrolle. In der 65. Minute köpfte der ehemalige Austria-Wien-Legionär Nik Prelec nach einer Flanke von Anders Klynge zum 1:1 ein. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch, womit Jagiellonia das Duell mit einem Gesamtscore von 3:2 für sich entschied.
Für Rangers-Trainer Derek McInnes setzt sich damit ein schwieriger Saisonstart fort. Seine Mannschaft wartet nach vier Pflichtspielen weiterhin auf den ersten Sieg. Die Schotten wechseln nun ins Play-off der Conference League und treffen dort auf Jablonec.
Benfica und Anderlecht lösen ihre Aufgaben
Benfica ließ nach dem 6:1-Sieg im Hinspiel gegen Heart of Midlothian nichts mehr anbrennen. Die Portugiesen veränderten ihre Startelf auf vielen Positionen und kamen in Edinburgh zu einem 1:1. Tómas Magnússon brachte die Hearts in Führung, Dodi Lukebakio glich praktisch umgehend aus. Mit 7:2 im Gesamtscore zog Benfica souverän weiter, während die Schotten im Conference-League-Play-off auf den SK Rapid treffen.
Auch Anderlecht gewann nach dem 1:0 bei PAOK Thessaloniki das Rückspiel. Die Belgier setzten sich mit 3:2 durch und entschieden das Duell insgesamt mit 4:2 für sich. Beşiktaş besiegte Hradec Králové erneut mit 1:0 und kam mit einem Gesamtscore von 2:0 weiter. Ferencváros verteidigte beim 1:1 gegen Górnik Zabrze seinen Hinspielvorsprung.
Bemerkenswert war auch das Weiterkommen von CSKA Sofia. Nach einem 3:0 im Hinspiel verloren die Bulgaren zuhause mit 1:3 gegen Maccabi Tel-Aviv, retteten aber einen 4:3-Gesamtsieg über die Ziellinie.
Omonia setzte sich mit 2:1 gegen Lincoln Red Imps durch, Universitatea Craiova bezwang KuPS insgesamt mit 3:2 und der FC Thun kam trotz einer 2:3-Niederlage bei Víkingur Reykjavík dank des 3:0 aus dem Hinspiel weiter.
RB Salzburg löste seine Aufgabe gegen Pafos ebenfalls und steht nach einem 3:3 im Rückspiel im Play-off. Über die Partie der Salzburger berichten wir ausführlich in einem eigenen Artikel.
Dynamo Kiew scheitert an Qarabağ
Eine der größten Überraschungen der Conference-League-Qualifikation gelang Qarabağ. Dynamo Kiew hatte das Hinspiel noch mit 1:0 gewonnen, verlor das Rückspiel in Aserbaidschan aber mit 0:2. Jaly Mouaddib erzielte den Führungstreffer, Oleksiy Kashchuk sorgte nach der Pause für das 2:0. Qarabağ gewann das Duell damit 2:1 und trifft im Play-off auf Twente.
Ajax musste sich beim irischen Meister Shelbourne mit einem 2:2 begnügen. Die Niederländer gingen zweimal in Führung, Shelbourne antwortete jedoch jeweils und kam durch Sean Moore noch zum Ausgleich. Nach dem 3:1 im Hinspiel zog Ajax dennoch mit 5:3 weiter.
Auch Twente war nie ernsthaft gefährdet. Nach dem 6:0 im ersten Duell reichte den Niederländern ein 3:3 bei DAC 1904.
Klare Siege für Hajduk, St. Gallen und Nordsjælland
Hajduk Split ließ Žalgiris auch im Rückspiel keine Chance, gewann mit 4:0 und zog mit einem Gesamtscore von 9:2 souverän ins Play-off ein. Partizan Belgrad setzte sich gegen Tobol mit 5:1 durch, während Rijeka ein 1:1 bei Ilves zum 2:1-Gesamtsieg reichte. Braga kam bei Dinamo Minsk nicht über ein torloses Remis hinaus, hatte das Hinspiel aber mit 1:0 gewonnen.
Besonders stark präsentierten sich Nordsjælland und St. Gallen. Die Dänen beendeten ihr Duell mit Valur mit einem Gesamtscore von 7:0, St. Gallen setzte sich gegen Sheriff Tiraspol mit einem Gesamtscore von 8:2 durch. Tromsø eliminierte CFR Cluj mit 7:1, Raków Częstochowa gewann sein Duell gegen Hammarby mit 1:0.
Auch Sion, Gent, Lugano und Jablonec lösten ihre Aufgaben und stehen im Play-off. Sion setzte sich gegen Noah mit insgesamt 4:3 durch, Gent behielt gegen IFK Göteborg mit 2:1 die Oberhand, Lugano gewann das Duell mit Runavík 4:2 und Jablonec ließ RFS beim Gesamtscore von 4:1 hinter sich. Midtjylland eliminierte Bohemians mit 5:2, während Inter Turku gegen Vaduz knapp mit 4:3 weiterkam. Dinamo City gelang gegen Auda schließlich noch die Wende: Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel gewannen die Albaner das Rückspiel deutlich mit 4:0.
Inter Club d’Escaldes gewann sein Duell gegen Flora Tallinn überraschend klar mit einem Gesamtscore von 6:0, Riga setzte sich mit 2:1 gegen Győri ETO durch und Drita ließ Tre Fiori beim Gesamtscore von 9:1 keine Chance. Borac benötigte gegen ML Vitebsk nach einem 2:2 über beide Spiele das Elfmeterschießen und setzte sich dort durch.
Motherwell erreichte durch ein 2:0 gegen HJK ebenfalls das Play-off, Hibernian genügte ein 0:0 bei Shkëndija. Die Wiener Austria setzte sich nach Verlängerung und Elfmeterschießen gegen Beitar Jerusalem durch. Auch zu diesem Spiel gibt es einen eigenen ausführlichen Artikel.