Red Bull bestätigte am Montag, dass der Franzose noch nicht bereit für die Belastungen in einem Formel-1-Cockpit ist. Seine Genesung verlaufe zwar weiterhin positiv, für einen Start auf dem neuen Madring kommt das Wochenende vom 11. bis 13. September aber noch zu früh. Hadjar wird dennoch nach Madrid reisen und sein Team vor Ort unterstützen.
Verletzung beim Training in der Sommerpause
Hadjar verletzte sich während der Sommerpause bei einer Trainingseinheit am Handgelenk. Nach Informationen von Sky Sports erlitt der 21-Jährige einen Haarriss beziehungsweise Bruch eines Knochens im Handgelenk. Passiert sein soll das Missgeschick bei einem regulären Workout, zu dem auch Boxtraining gehörte. Dadurch verpasste Hadjar zunächst den Großen Preis der Niederlande in Zandvoort und anschließend auch das Rennen in Monza.
Red Bull will bei der Rückkehr seines Fahrers kein Risiko eingehen. Teamchef Laurent Mekies betonte zuletzt, dass Hadjar erst wieder ins Auto steigen soll, wenn er vollständig genesen ist. Bereits vor dem Monza-Wochenende hatte Mekies deshalb Zweifel an einem Comeback in Madrid geäußert.
Auch MotoGP-Star Marc Márquez spielte bei der Entscheidung für eine vorsichtige Rehabilitation eine Rolle. Hadjar suchte nach seiner Verletzung Rat beim mehrfachen Motorrad-Weltmeister, der selbst Erfahrungen mit langwierigen Verletzungen und zu frühen Comebacks gemacht hat. Márquez riet ihm ausdrücklich davon ab, seine Rückkehr bereits in Zandvoort zu erzwingen.
Wann Hadjar wieder fahren kann, ist weiterhin offen. Die nächste Gelegenheit wäre der Große Preis von Aserbaidschan in Baku vom 24. bis 26. September. Einen konkreten Termin für sein Comeback hat Red Bull bislang nicht genannt.
Lawson bleibt an der Seite von Verstappen
Liam Lawson wird auch in Madrid für Red Bull an den Start gehen und erneut das zweite Cockpit neben Max Verstappen übernehmen. Der Neuseeländer nutzte seinen ersten Einsatz mit Rang sieben in den Niederlanden und holte sechs WM-Punkte. In Monza verlief das Wochenende schwieriger: Nach einem Start aus der Boxengasse und einer frühen Kollision kämpfte sich Lawson noch auf Rang 14 zurück.
Durch Lawsons Wechsel zu Red Bull wird auch beim Schwesterteam Racing Bulls erneut ein Cockpit frei. Dort springt Yuki Tsunoda ein und fährt wie schon in Zandvoort und Monza an der Seite von Rookie Arvid Lindblad. Der Japaner belegte bei seinen beiden bisherigen Einsätzen nach der Sommerpause die Plätze elf und zehn.
Zwangspause stoppt starken Lauf
Für Hadjar kommt die Verletzung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Mit 71 Punkten liegt er weiterhin auf Rang acht der Fahrer-WM. Bei seinen elf bisherigen Grand-Prix-Starts 2026 landete er achtmal in den Top Ten. Von Kanada bis zum letzten Rennen vor der Sommerpause in Ungarn punktete er siebenmal hintereinander.
Sein bisheriger Saisonhöhepunkt war der dritte Platz in Monaco. Dieses Ergebnis wurde allerdings erst am vergangenen Freitag endgültig bestätigt: Nach einem mehrmonatigen Verfahren setzte das Internationale Berufungsgericht der FIA zwei Zeitstrafen gegen Pierre Gasly wieder in Kraft, wodurch Hadjar offiziell auf Rang drei vorrückte.
Ausgerechnet die Premiere auf dem neuen Madring muss Hadjar nun auslassen. Der 5,4 Kilometer lange Kurs rund um das Messegelände IFEMA verbindet öffentliche Straßen mit eigens errichteten Streckenabschnitten und feiert am kommenden Wochenende sein Formel-1-Debüt.