Tommy Paul hat bei Wimbledon 2026 die zweite Runde ohne Satzverlust überstanden. Der als Nummer 21 gesetzte Amerikaner besiegte den südkoreanischen Qualifier Soonwoo Kwon mit 6:3, 7:6 (7:4), 6:2 und zog damit in die Runde der letzten 32 ein. Der Sieg war über weite Strecken eine Demonstration von Pauls Aufschlagstärke – einem Werkzeug, das auf dem Rasen von Wimbledon einmal mehr den entscheidenden Unterschied machte.
Klarer erster Satz, umkämpfter zweiter
Der erste Durchgang verlief nach Plan für Paul. Er behielt seinen Aufschlag konsequent und nutzte seine Chancen im Return, um sich den Satz mit 6:3 zu sichern. Kwon, der sich als Qualifier durch die Vorqualifikation und eine starke erste Runde ins Hauptfeld gekämpft hatte, fand gegen Pauls Tempo und Präzision zunächst kaum ein Mittel.
Der zweite Satz entwickelte sich zur dramatischsten Phase des Matches. Beide Spieler brachen sich jeweils einmal auf – Kwon zeigte hier, dass er durchaus in der Lage war, Druck auf den Aufschlag des Amerikaners auszuüben. Es entstand ein Tiebreak, in dem Paul jedoch die Nerven behielt und sich mit 7:4 durchsetzte. Kwons Widerstand blieb bewundernswert, reichte aber am Ende nicht aus.
Paul dreht auf – Kwon ohne Gegenmittel
Im dritten Satz war der Kampf entschieden. Paul steigerte den Druck im Return spürbar und ließ Kwon beim 6:2 kaum noch Luft. Die Zahlen unterstreichen die Überlegenheit des Amerikaners: 19 Asse, lediglich ein Doppelfehler und eine Aufschlagquote von 66 Prozent beim ersten Aufschlag. Auf dem eigenen Service gewann Paul starke 93 Prozent aller Spiele – ein Wert, der auf Rasen fast unangreifbar ist. Kwon hingegen kämpfte mit fünf Doppelfehlern und blieb im Return mit nur 28 Prozent gewonnener Returnpunkte weit hinter den nötigen Werten zurück.
Für Paul ist der Rasen in der Saison 2026 zum bevorzugten Terrain geworden. Mit einer Bilanz von 6-1 auf dem Belag in diesem Jahr – nun einschließlich dieses Sieges – präsentiert sich der 29-jährige Amerikaner in starker Form. Bereits 2025 hatte er mit Weltranglistenplatz 8 seine Karriere-Bestmarke erreicht; bei diesem Turnier geht er als Nummer 25 der Welt ins Rennen.
Kwon scheitert trotz beeindruckendem Weg
Soonwoo Kwon verlässt Wimbledon mit erhobenem Kopf. Der 28-jährige Südkoreaner, der in der laufenden Saison überwiegend auf Challenger-Ebene gespielt hat, zeigte insbesondere im zweiten Satz, dass er das Grand-Slam-Niveau mitgehen kann. Doch Pauls Klasse auf dem Rasen – gepaart mit einem Aufschlag, der kaum Angriffsfläche bot – war letztlich eine Nummer zu groß. Es ist bereits das zweite Mal, dass Paul gegen Kwon gewinnt; das erste Aufeinandertreffen fand 2022 in Atlanta statt.
Paul trifft in der dritten Runde auf seinen nächsten Gegner und darf nach diesem überzeugenden Auftritt zuversichtlich in die weiteren Runden blicken.