Tadej Pogačar hat die 14. Etappe der Tour de France souverän im Alleingang gewonnen und seine Gesamtführung im Gelben Trikot auf 4:30 Minuten ausgebaut.
Der viermalige Gesamtsieger aus Slowenien triumphierte auf dem 155,3 km langen Kurs von Mülhausen nach Le Markstein – einem Ort, an dem er bereits bei der Tour 2023 gesiegt hatte. Es war Pogačars vierter Tageserfolg bei der 113. Frankreich-Rundfahrt und der 25. seiner gesamten Karriere.
Isaac Del Toro (UAE Emirates-XRG) komplettierte als Zweiter den Doppelerfolg für sein Team, Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) wurde Dritter.
Die Vorentscheidung auf dem Col du Haag fiel, als Pogačar 1,5 km vor dem Gipfel unbarmherzig attackierte und alle Kontrahenten hinter sich ließ. Tokio-Olympiasieger Richard Carapaz hatte zuvor als letzter Ausreißer noch versucht, den Etappensieg zu verteidigen – vergeblich.
Früher im Rennen hatte sich der Brite Thomas Pidcock überraschend der Spitzengruppe angeschlossen. Pidcock war am Freitag als Ausreißer auf Gesamtrang vier geklettert.
Pogačar schickte Teamkollege Nils Politt in die Verfolgung, 60 km vor dem Ziel wurde Pidcock gestellt und anschließend abgehängt. Wechselhafter Regen mit starken Schauern erhöhte das Risiko in den Abfahrten, größere Stürze blieben jedoch aus.
Am Sonntag folgt mit der 15. Etappe von Champagnole zum Plateau de Sola ein Tag für die Bergfahrer: Fast 4000 Höhenmeter liegen auf den 183,9 km langen Teilstück. Der Schlussanstieg ist 11,3 Kilometer lang und im Schnitt neun Prozent steil.