Jasper Philipsen feiert seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France – nach fünf gescheiterten Massensprints ein echter Befreiungsschlag. Der 28-jährige Belgier setzte sich nach 174,7 km im Sprint einer großen Gruppe durch, perfekt aufgezogen von Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel. Zweiter wurde der Schweizer Mauro Schmid vom Team Jayco AlUla vor dem Niederländer Olav Kooij (Decathlon-CMA CGM).
„Die ersten zwölf Tage waren schrecklich. Den Sieg gebe ich ans Team weiter, das nie aufgehört hat, an mich zu glauben”, sagte Philipsen nach dem Zieleinlauf. Für Alpecin-Premier Tech war es bereits der zweite Etappensieg nach van der Poels Triumph vor dem ersten Ruhetag.
Die deutschen Profis, die auf ihren ersten Tageserfolg seit Nils Politts Sieg 2021 in Nimes hofften, gingen leer aus. Bester Deutscher war Georg Zimmermann auf Rang 18, der im Finale seinen Lotto-Kollegen Huub Artz auf Platz sieben führte. „Ich bin sehr zufrieden, wir hatten uns viel vorgenommen”, sagte Zimmermann.
Im Gesamtklassement führt Tadej Pogacar weiterhin souverän mit 4:32 Minuten Vorsprung auf Remco Evenepoel. Florian Lipowitz, der am Vortag beim Einzelzeitfahren in Thonons-les-Bains gestürzt war und sich das Schlüsselbein gebrochen hatte, verfolgte die Etappe vom Krankenhaus aus. „Es geht ihm gut, aber er ist natürlich mega enttäuscht”, sagte Red-Bull-Teamchef Ralph Denk.
Ab Donnerstag folgt die Alpen-Trilogie mit über 10.000 Höhenmetern – das Rennen beginnt mit der Bergankunft in Orcières-Merlette.